Das Abgrabungsvorhaben Reeser Welle

Die Unternehmen Hülskens (Wesel) und Holemans Niederrhein (Rees) haben nach mehrfachen Umplanungen im Oktober 2017 erneut die Genehmigung für die Kies- und Sandabgrabung Reeser Welle beantragt. Das Gelände für die geplante Abgrabung ist im derzeit gültigen Regionalplan als "Bereich für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher Bodenschätze", kurz BSAB, mit nachfolgender Rekultivierung als offene Wasserfläche ausgewiesen.

Voraussichtliche Betriebsdauer

Bei einem gewinnbaren Vorrat von ca. 25 Mio. t und einer geplanten Jahresförderung von ca. 1,4 Mio. t rechnen die Antragsteller mit einer Gewinnungszeit von voraussichtlich etwa 18 Jahren. Unter Berücksichtigung einer Zeit von fünf Jahren für die Aufschluss- und Abschlussarbeiten, sowie einer Reservezeit für wahrscheinlich auftretende Marktschwankungen, wurde eine Betriebsdauer von 25 Jahren beantragt.

Arbeitsplätze

Im geplanten Kieswerk Reeser Welle entstehen ganz direkt Arbeitsplätze für etwa 16 Mitarbeiter. Hierbei handelt es sich überwiegend aus gelernten Fachleuten wie Schlossern, Elektrikern, Aufbereitungsmechanikern und Binnenschiffern. Bei den beiden beantragenden Firmen werden durch die Abgrabung Reeser Welle insgesamt etwa 55 Arbeitsplätze gesichert.

Rohstoffe für Bauindustrie

Das Vorhaben dient der Versorgung der Bauindustrie mit den erforderlichen Zuschlagstoffen zur Herstellung von Beton. Beton wird in vielfältiger Art und Weise z.B. zum Bau von Gebäuden aller Art, Verkehrswegen und Brücken sowie zahlreicher unterschiedlichster Fertigbetonteile wie Garagen, Rohre, Pflaster, Randsteine usw. eingesetzt. Beim Transport mit Binnenschiffen werden Kunden entlang des Rheins und des westdeutschen Kanalnetzes versorgt.